Und schwups sind die Feiertage vorbei. Unglaublich wie schnell das immer wieder geht. Letztes Jahr war unser erstes Weihnachten zu dritt. Leider und so ganz typisch verlief es nicht einmal annähernd so wie ich es mir vorgestellt habe! 🙄 

Meine Vorstellung:

Alles ist herrlich geschmückt und es liegt der typische Weihnachtsduft im Raum.

Erst gäbe es das große Frühstück mit meiner Familie und der Familie meiner Tante. In diesem Jahr bei meiner Tante. Etwas unter Zeitdruck würden wir rechtzeitig zum Geburtstag von der Tante meines Mannes fahren. Dort wärmen wir uns mit Punsch und Wurst auf. Verbringen die Zeit damit, Mats alles zu zeigen und auf ihn aufzupassen, dass er nicht an den heißen Lüfter geht. Gegen Nachmittag würden wir wieder zurück fahren. Und im idealen Fall ginge ich mit Mats, meinem Bruder und meiner Mama zur Kirche zum Krippenspiel. Danach würde Mats etwas vorschlafen, damit er länger durchhält. Zum Abendessen bei meinen Eltern kommen auch meine Schwiegereltern und wir alle schlemmen. Natürlich gäbe es Raclette. Danach fangen wir mit Mats Bescherung an und würden alles mit dem Camcorder aufnehmen. Kurzzeitig würden wir dann eine Pause einlegen, wo das Papier weggeräumt wird und wir Mats ins Bett bringen. Danach sind alle dran mit der Bescherung. Es wird viel gelacht und gejubelt. Gegen späten Abend löst sich der Trubel auf und ich gehe noch mit meinem Bruder in die heimische Kneipe, wie jedes Jahr.

Der erste Weihnachtstag fängt mit einem gemeinsamen Frühstück mit der gesamten Familie an. Mittag gäbe es Torte bei meinen Eltern und abends fahren wir zu einer anderen Tante von meinem Mann und spielen so etwas wie Gräulich. Natürlich bis spät Abends.

Am zweiten Weihnachtstag gehen wir Mittags zu Mats Patentante und essen auch da wieder Torte und Matsi bekommt noch ein paar Geschenke. Am Abend gibt es bei meinen Eltern selbstgerechtes PulledPork aus Papas Geburtstagsgeschenk (ein Smoket). :mrgreen: 

Doch leider, ja leider hat das so überhaupt nicht funktioniert. 😯 

Es gab kein gemeinsames Frühstück. Bei seiner Tante angekommen hat Mats sich so sehr erbrochen, dass wir schnell wieder fuhren. Und Zuhause entschieden, dass ich mit ihm ins Krankenhaus in die Anlaufpraxis für Kinder fahre. Meine Mutti kam mit, weil mein Mann Bereitschaft hatte. Kurz vorm Fahren habe ich mich übergeben, weil ich seit zwei Tagen eine starke Magenschleimhautentzündung hatte. Im Krankenhaus war alles gut und ich ging auch noch schnell zum Arzt. Weil ich auch schon die ganze Zeit nichts essen konnte. Zeitgleich schrieb mein Mann, dass er krank sei. Zuhause angekommen lag er völlig erschöpft, blass und mit zwei Decken auf dem Sofa (die Details erspare ich euch lieber ). Mats brachte ich ins Bett, damit er sich lieber gesund schläft, was auch immer er habe. Wir vertagten seine Bescherung auf den nächsten Tag. Zum Abendessen gab es wirklich Raclette. Aber durch die Entzündung konnte ich nicht viel essen. Der erste Weihnachtstag kam und wir frühstückten alles zusammen, ohne meinen Mann. Er hat sich einen starken Magen-Darm-Virus eingefangen. Er wollte zum Arzt, doch geschafft hätte er es nicht, der Arzt sollte zu uns kommen, doch erstellte nur eine Ferndiagnose übers Telefon(!). Die Bescherung fand bei uns im Wohnzimmer (ohne Tannenbaum) statt. Abends hatte es dann meinen Bruder erwischt. Und ich blieb bei meiner Familie und ass die Reste. Der Zweite Tag fing an mit der Nachricht, dass es heute Nacht auch Mama erwischte. Das Frühstück war zu dritt. Gegen Abend gab es nur für meinen Vater und mich das PulledPork, da es meinem anderen Bruder auch etwas schlecht ging und er vorsichtshalber nichts ass. Und auch dann erwischte es ihn. Die Tage waren vorbei und fast alle hatte es erwischt (im übrigen noch einen Tag später war mein Vater und meine Schwiegermutter auch betroffen). 😥 

Tja wie ihr seht, es kommt immer anders. Es war nicht einmal annähernd das Weihnachten meiner Träume. Aber dennoch sah ich die funkelnden Augen von Mats der die Lichter begutachtete, wie er mit meinen Brüdern spielte, er seine Geschenke begutachtete. Und ja ich sah die Massen von Geschenken. Es war uns vorher nicht bewusst, wie viel er bekommt. Alles auf einen Haufen zusehen, war ein regelrechter Schock. Mein Mann und ich beschlossen ein großes Geschenk wieder wegzulegen und ihm das zu seinem Geburtstag in zwei Monaten zu schenken. Er konnte das noch nicht mal richtig auspacken. Und für den Geburtstag haben wir schon ein Limit gesetzt.

Abschließend möchte ich euch noch einen Rat oder auch zwei geben:

  • Kauft nur ein Teil für euer Kind (auch die anderen Familienmitglieder sollten nur eins kaufen)
  • Und plant das erste Weihnachten lieber nicht so genau, wie ich. Denn es kommt immer anders! Nächstes Jahr bekommen die Kleinen auch noch viel mehr mit, dann lohnt es sich auch mehr.

Wie habt ihr Weihnachten verbracht?

Bis Bald eure Marijana