Nichts ist so wichtig für die kleinen Menschen als Kontinuität!

Und es fängt beim Schlafen an. Ob es um den Mittagsschlaf oder das zu Bett gehen geht, durch den immer gleichen Rhythmus und Rituale, schläft ein Baby besser und schneller ein. Und wacht zur gleichen Zeit auf. Natürlich gibt es Ausnahmen. Nicht immer kann man es einhalten oder auch das Baby macht ein Schub oder ist vielleicht Krank. Dann kommt es gerne zu Verschiebungen. Manchmal werden gerade durch einen Schub alles verschoben um eine Stunde früher oder später. Natürlich bin ich keine Expertin! Immer wieder kann man es in Büchern, Zeitungsberichten und Elternforen lesen. Und wir können es einfach nur bestätigen. Daher betone ich an dieser Stelle noch einmal: DIESE ERFAHRUNG HABEN WIR GEMACHT!!!!!

Die wichtigste Schlafenszeit ist Abends. Das können bestimmt jede Eltern bestätigen. Wir alle sehnen uns nachdem “Feierabend“.  😉  Mats geht um Sieben ins Bett. Diese Uhrzeit wird wirklich nur ganz selten verschoben!!!! Und wenn ich Sieben Uhr sage, heißt es nicht auf die Minute genau, sondern UM Sieben Uhr. Mal ist es viertel vor und manchmal ist es viertel nach. Es kommt ganz auf den Tag und auf Mats Müdigkeit an. Wenn wir ihn ins Bett bringen, schläft er meistens sofort ein. Keine 5 Minuten dauert es. Bei den Großeltern will er aber gerne noch mal spielen und versucht seine Tricks  😉  Das ist auch völlig in Ordnung.

Sein Abendritual besteht (noch) aus:

Wir bereiten die Flasche zu (ich konnte leider nicht stillen) und in der Zeit (wir haben eine besondere Nahrung die 7 Minuten stehen muss) machen wir ihn Bett fertig. Das beinhaltet waschen, Zähne putzen, wickeln und Umziehen. Natürlich wird er dabei ab und an durchgekitzelt (und neuerdings gehört das setzen auf eine Toilette auch dazu)! Danach geht es schnurstracks zur Flasche. Sofort danach legen wir ihn ins Bett mit ein oder zwei Küsschen und Liebesbezeugungen und dem Wunsch nach einer guten Nacht. Sein kleine Licht-Spieluhr wird angemacht und dann schnell raus. Kein Umdrehen, denn dann würde er seine Chance wittern. Tür zu, Babyphone an und der Abend kann beginnen.

Morgens wacht er zwischen halb 6 – halb 7 Uhr auf. Da bekommt er nach einer neuen Windel seine Flasche und geht wieder ins Bett. Und dann ist es sehr unterschiedlich. Er schläft manchmal bis um 9 Uhr durch (da wird er spätestens von mir geweckt) oder er schläft nur bis um 7 Uhr. Im Schnitt kann man sagen bis um Acht Uhr und falls das der Fall ist hol ich ihn erst um viertel vor Neun raus. Dann habe ich einige Sachen erledigt, ob es Sport, Aufräumen oder Lernen ist. Und vorher mache ich mich schon einmal fertig! Er spielt bzw. redet dann noch mit seinen Kuscheltiere und schreit nicht. Falls jetzt jemand gedacht haben sollte, wir lassen ihn da schreiend im Bett  🙄 

Auch beim (endgültigen) Aufstehen habe ich ein ganz persönliches Ritual. Ich singe ihm, während ich ihm im Bett seinen Schlafsack auszieh, Gute morgen liebe Sorgen vor. Eine kleine Kitzeleinheit gibt es auch noch, damit der Tag mit einem Lachen starten kann. Danach knutsch ich ihn wie wild ab. Denn ich vermisse die Zeit, wo er noch in unserem Bett geschlafen hat. Danach geht es ans Anziehen und Wickeln. Danach darf er erst einmal in seinem Laufgitter etwas spielen und ich erledige Aufgaben an meinem Mac. Etwas später bekommt er sein Frühstück und danach geht es zum Zähne putzen und waschen mit ein cremen.

So sieht unsere Rituale aus. Beim Mittagsschlaf können wir daher nicht so viele Erfolge feiern. Aber auch da bleiben wir konsequent dabei. Er geht zwischen 11 und 12 Uhr in sein Bettchen (je nachdem wie Müde er ist). Es dauert meist bis zu einer halben Stunde bis er eingeschlafen ist (und ja manchmal weint er dabei herzzerreißend). Dann wird, wenn es hoch kommt eine Stunde geschlafen. Bei dem kleinsten Geräusch in der Nähe seines Kinderzimmers wacht er auf, daher bleib ich im Wohnzimmer  😳  Bloß kein Risiko eingehen  😆 


Wie schon gesagt: für uns klappt es so sehr gut. Aber man muss auf sein Kind achten. Welche Zeiten und Rituale es braucht, aber dann sollte man dabei bleiben. Für uns ist es wichtig nicht bei jedem Laut oder herzzerreißend Weinen hin zulaufen. Denn Mats testet jetzt schon gerne seine Grenzen aus. Wir erkennen mittlerweile sehr gut, wann es ernst wird und wann nicht. Natürlich lassen wir ihn nicht Stunden weinen. Wir gehen ab und zu gucken und haben auch ein Video-Babyphone. Das beruhigt zusätzlich! Wir machen das auch erst seit er größer ist und nicht seit er ein Neugeborenes war. Aber bis jetzt hat er es damit gut durchs Leben geschafft  🙂 

So haben wir unsere Schlafenszeit etabliert und wie sieht es bei euch aus? Oder habt ihr sogar noch ein paar Tipps?

Bis Bald eure Marijana